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Vom hölzernen Adler ist ein russisches Märchen vom Zarensohn, dem
Zarewitsch, der in Vaters Gemächern einen hölzernen Adler findet,
ein wunderliches Fluggerät, das einst ein tüchtiger Tischler für den
Gebieter über Rußland angefertigt hatte. Der Zarewitsch flattert
damit bis nach Frankreich, landet am königlichen Hof von Ludwig XV., auf
gut schwäbisch "Louis Käs". Dort befreit er die Königstochter, ein
in Ungnade gefallenes "mißratenes Stück" aus dem Gefängnisturm und
nimmt sie mit nach Hause an den Hof des Zaren.
Modernes Figurentheater verzichtet darauf, die Zuschauer auf einen kleinen
Guckkasten starren zu lassen, nur damit die Fädenzieher schön im Hintergrund
bleiben. Als Bühnenaufbau dient Veit Utz Bross ein museumsreifer alter
Handkarren. Er bezieht den ganzen Bühnenraum mit ein, wird zum Darsteller in
doppelter Hinsicht, wenn er als Erzähler nach vorne tritt oder mit der Balalaika
ein paar Takte zur Einstimmung spielt. Aus dem Puppenspiel wird ein Szenarium,
ein meisterliches Spiel mit mehreren Darstellungsformen. Jeder sieht, wie es
gemacht wird und trotzdem entführt diese Aufführung die Zuschauer in die Zauberwelt
der Illusion.
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