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Bei dem experimentellen Stück Don Quijote begegnen sich
bewegliche Skulpturen, Malerei, Musik und Sprache zu einem Gesamtkunstwerk.
Der Puppenspieler Veit Utz Bross hat seinen eher klassischen Stil
im Figurenbau verlassen und bewegt dezent seine beweglichen Skulpturen.
Geschnitzt aus alten Brettern, gelenkig miteinander verbunden,
werden sie im Streiflicht zu faszinierenden Charaktere und führen
ins alte Spanien. Es wird nicht der Cervantes´sche Don Quijote
inszeniert, sondern einzelne Bilder aus dem Handlungsgeschehen
des Romans Don Quijote nebeneinander gestellt.
Wesentlicher Bestandteil der Inszenierung ist das Bühnenbild.
Sibylle Bross malt es live während der Vorstellung. Hochkonzentriert
entsteht zuerst eine spanische Landschaft, die sich in einer späteren
Szene in die Windmühlen verwandeln, um sich wiederum in ein
Kreuzbild, unter dem Don Quijote stirbt, zu verändern. Spannend
ist es, an diesem kreativen Prozess teilzuhaben.
Ebenso wichtig ist die spanische Gitarrenmusik, die Andrej Lebedev
meisterlich ergänzend einsetzt. Spanische Musik aus verschiedenen
Jahrhunderten lassen uns nach Spanien gelangen, erhöhen und
vertiefen und ergänzen die Stimmung und somit das Handlungsgeschehen.
Die Sprache wird einerseits informativ eingesetzt, auf der anderen
Seite als hohe Kunstform dargebracht. Sparsam wird das Element
Sprache neben die Handlung gesetzt.
Ingesamt ein poetischer Abend für die Seh- und Hörsinne.
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